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Bluetooth

Bluetooth wurde in den 90er Jahren von einem renommierten Handyhersteller entwickelt. Der Hintergrund der Entwicklung ist der, dass dieser Handyhersteller mit einer Studie beauftragt wurde, bei der man nach einem Ersatz für Kabelverbindungen suchte. Die Studienergebnisse führen schließlich dazu, dass namhafte Firmen einen neuen Industriestandard formulierten, der verbindliche Spezifikationen festlegte.

Bei der Namensgebung von Bluetooth dachte man dabei an einen im 10. Jahrhundert lebenden dänischen Wikingerkönig, der Harald Blauzahn (dänisch Harald Blåtand, englisch also Bluetooth) genannt wurde. Eben dieser Wikingerkönig hatte Dänemark im 10. Jahrhundert bereits weitgehend christianisiert und vereinigt. Der Grund für die Hommage an diesen Wikingerkönig erfolgt aufgrund der hohen Beteiligung des renommierten Handyherstellers, dessen Wurzeln in Skandinavien liegen, wo sich heute noch dessen Hauptsitz befindet.

   

Bluetooth ist in jedem Netz gratis. Dabei ist es egal, ob es angemeldet ist, oder nur gegen Wertkarte. Dabei bezieht sich Bluetooth jedoch auch das Handy, nicht auf den Mobilfunkbetreiber. Bluetooth dient dabei für die drahtlose Vernetzung von Geräten über eine kurze Distanz hinweg. Bluetooth bietet dabei eine drahtlose Schnittstelle.
Miteinander kommunizieren kann man dabei über Bluetooth sowohl über Mobilfunkgeräte, als auch über PDAs und den Computer. Bluetooth unterstützt dabei die Übertragung von Sprache und Daten. Die meisten Geräte können dabei jedoch während der Übertragung von Sprache lediglich 3 Teilnehmer in einem so genannten Piconet verwalten. Der Grund dafür ist eine synchrone Verbindung.

Die Verwendung von Bluetooth geschieht dabei über das lizenzfreie ISM-Band (Industrial, Scientific and Medical Band) zwischen 2,402 GHz und 2,480 GHz. Bluetooth darf dabei weltweit zulassungsfrei betrieben werden.
Bluetooth ist aber sehr störungsanfällig. Zum Beispiel können durch Wireless Lan -Netze Störungen auftreten, oder aber durch schnurlose Telefone, aber auch durch Garagentoröffner oder aber Mikrowellen, und zwar bei solchen Geräten, die im gleichen Frequenzband arbeiten.

Um die Störungsanfälligkeit zu vermindern, wird ein so genanntes Frequenzsprungverfahren (Frequency Hopping) eingesetzt. Eingeleitet wird dabei das Frequenzband in 79 Frequenzstufen im 1-MHz-Abstand. Gewechselt werden die Frequenzstufen dabei bis zu 1600mal in der Sekunde, wobei es auch Pakettypen gibt, bei denen die Frequenz nicht so oft wechselt. Man spricht hier auch von so genannten Multislot-Paketen.

Bei Bluetooth ist eine Verschlüsselung der transportierten Daten möglich.
Es gab dabei schon mehrere Versionen von Bluetooth. Zu den wichtigsten Eigenschaften von den bisherigen Bluetooth-Versionen gehören eine maximale Datenübertragungsrate von 732,2 kBit/s, sowie ein Indikator für die Signalstärke. Neuere Versionen waren später
weniger empfindlich gegen statische Störer (wie zum Beispiel gegen WLAN). Möglich war dies durch Adaptive Frequency-Hopping spread spectrum (kurz AFH).
Neuere Versionen haben nun eine etwa dreifach so hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit wie ihre Vorgängermodelle – ermöglicht durch das Enhanced Data Rate (EDR) - mit maximalen 2,1 Mbit/s, welches später abwärts kompatibel wurde. Bei späteren Versionen kamen dann noch neue Features hinzu, wie zum Beispiel Secure Simple Pairing, Quality of Service.

Bluetooth ist keine sehr sichere Technik. Böswillige Angreifer können unter Umständen per Bluetooth in unvorsichtig konfigurierten Geräten, oder aber fehlerhaften Implementierungen des Bluetooth-Protokolls hohen finanziellen Schaden anrichten, und zwar durch den Anruf kostenpflichtiger Hotlines. Darüber hinaus können auch private Nutzerdaten ausgelesen werden. Die Reichweite hängt dabei von der Antennenbauform ab. Hindernisse, wie zum Beispiel Mauern wirken dabei hinderlich.